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Euromarathon Frankfurt

Gebremster Manfred Kreutz zur Marathon-Rekordzeit

Frankfurt 28. Oktober 2001 (srl). Als Manfred Kreutz am Sonntag auf der Marathonstrecke auch Schwierigkeiten bekam, war es schon zu spät. Die letzten zwei Kilometer konnten den 36-Jährigen nicht mehr aufhalten. Nach taktisch klugem Rennen steigerte er seine Bestzeit auf 2:55:55 Stunden.In Abwesenheit des verletzten Peter Wechler, der seinen Titel des Deutschen Marathonmeisters am Wochenende kampflos abgeben musste, war Kreutz damit schnellster Ahlener Läufer auf der 42,195 Kilometer langen Strecke durch die Bankenmetropole am Main.
Bis Kilometer 33 hatten jedoch zwei andere Ahlener das Renngeschehen aus heimischer Sicht bestimmt. Immer im Abstand von rund 100 Metern liefen Ralph Küpper vom Delta-Studio und LG-Langstreckler Alwin Schlesiger vor dem aus Kreutz und Stefan Schwenke bestehendem zweiten Ahlener Laufduo über den Kurs. Fast identische Zwischenzeiten belegen ähnliche Renneinteilungen. Auch durch einen Sturz bei der dritten Verpflegungsstelle ließ sich Schlesiger nicht groß aus dem Tritt bringen.

In gemeinsamer Arbeit hielt er das Tempo mit Küpper gemeinsam hoch und die beiden heimischen Konkurrenten auf gleichbleibender Distanz. Erst etwa bei Kilometer 25 musste Küpper aufstecken und Schlesiger davonziehen lassen. Ein ähnliches Bild auch beim zweiten Laufduo: Den Berlin-Marathon vier Wochen zuvor noch in den Beinen und die Einsicht, dass das Tempo zumindest für ihn nicht gut gehen würde, ließ Schwenke Kreutz zumindest in der Gewissheit ziehen, als Bremser vor zu viel Euphorie unter Umständen den Boden für eine gute Endzeit bereitet zu haben.

Eine Chance, die sich Kreutz nicht nehmen ließ. Als einziger Ahlener konnte er auf der zweiten Hälfte der Distanz sein angeschlagenes Tempo sogar noch steigern. Während Schlesiger mit Erkältung in den Knochen und einer Endzeit von 3:05:04 Stunden allein auf den letzten neun Kilometern noch fast zehn Minuten verlor, Küpper mit Krämpfen (3:09:45) rund 15 Minuten länger als geplant unterwegs war und Schwenke (3:22:14) dem streikenden Körper zwischendurch sogar eine einen Kilometer lange Gehpause gönnen musste, holte Kreutz auf den alleine zu laufenden 17 Kilometern nicht nur Küpper und Schlesiger ein, sondern auch noch eine Minute auf die Zielzeit heraus. Richtig schwer wurde es für ihn erst auf den letzten beiden Kilometern. Aber da ließ er sich auch nicht mehr aufhalten.

Nicht aufhalten ließ sich auch Klaus Buchterkirche. Der Drensteinfurter erreichte Sonntag das Ziel in 3:57:39 Stunden.

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