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Swiss Alpine Marathon

Hart, härter, Kreutz: mit gebrochenem Zeh bei höchstem Marathon Europas

Davos, 27. Juli 2002 (sts). Hart, härter, Manfred Kreutz. Auch ein gebrochener Zeh konnte den LG-Langstreckler am Wochenende nicht davon abhalten, den höchstgelegenen Marathon Europas erfolgreich zu absolvieren. Dagegen waren die Probleme, mit denen das gemischte Ahlener-Hammer "Team Vitell" im Staffelwettkampf zu kämpfen hatte, eher einfacher Natur. 42 Kilometer, 1890 Höhenmeter aufwärts, 1710 Meter abwärts ein gebrochener Zeh und 4:38:45 Stunden Laufzeit, so die Eckdaten für den Marathoneinsatz von Manfred Kreutz. Daten, die den Einsatz unter sengender Sonne jedoch nur unzureichend beschreiben. Von den 42 Kilometern sind nur rund 25 vorsichtig als Weg zu beschreiben, der Rest geht durch hochalpines Gelände und bis auf 2632 Meter über dem Meer mehr oder minder weglos über Felsen und Geröll.

Auch für den früheren Spitzengeher eine neue Erfahrung. Zwar kannte der 36-Jährige den technisch schwierigsten Abschnitt bereits von seinem Staffeleinsatz vor zwei Jahren und absolvierte als Geher schon 50-Kilometer-Wettkämpfe, die Kombination war jedoch eindeutig neu. Entsprechend kurz fiel auch Kreutz Urteil aus, als er im Ziel wieder Luft fand: "Einfach hart". Sprach’s und humpelte zur nächsten Sitzmöglichkeit.

Als würden Distanz und Profil nicht schon genug abverlangen, musste Kreutz auch noch bei jedem Laufschritt dem Schmerz des notdürftig getapten Zehs ausweichen, den er sich zwei Wochen vor dem Start beim Toben mit seinen Kindern gebrochen hatte.

Dagegen war der Einsatz des Quintetts aus Ahlener und Hammer Sportlern, das als "Team Vitell" in den über 82 Kilometer langen Staffelwettkampf startete, fast ein Kinderspiel. Per Mountainbike, Inline-Skates und zu Fuß war die mit knapp 2800 Höhenmetern gespickte Strecke zurückzulegen.

Den Grundstein zu einem hervorragenden sechsten Rang in der Mixedwertung legte Kerstin Beßmann-Wernke von den Radsportfreunden Ahlen. Auf der auf 11,8 Kilometer verlängerten Inline-Strecke kam danach mit Andreas Beulertz der erste Starter der LG Hamm zum Einsatz, der auf seinen Teamkameraden Stefan Siepmann als Bergläufer übergab. Auf der Strecke mit den meisten Höhenmetern schob Siepmann das Team in 1:19:51 Stunden auf den 24. Gesamtrang vor.

Nach eineinhalbstündigem Aufstieg zur Wechselzone an der Keschhütte übernahm dort mit Stefan Schwenke der zweite Ahlener das Staffelband. Als einziger im Team mit Swiss-Alpine-Erfahrung machte er im technisch anspruchsvollsten Teil der Strecke weitere Plätze gut, um mit Patricia Grewatta die Schlussläuferin ins Rennen zu schicken.

Die mehrfache Westfalenmeisterin aus den Reihen der LG Hamm machte in 1:00:19 Stunden den Erfolg der gemischte Mannschaft perfekt. Mit 5:42:28 Stunden und als 23. der über 120 ins Rennen gegangenen Teams blieb die Mannschaft trotz Streckenverlängerung auch deutlich unter der von der Ahlener Mannschaft vor zwei Jahren vorgelegten Zeit.

[Meldungen 2002] [Meldungen 2000 und 2001]


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