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Deutsche Meisterschaft in Wattenscheid

Fragezeichen hinter Maschelskis DM-Form

Stefan Maschelski Aachen, 16. Juli 2002 (sts). Mit der Minimalbesetzung von einem Teilnehmer ist die LG Ahlen an diesem Wochenende bei den Westdeutschen Leichtathletikmeisterschaften der Schüler in Aachen dabei. Einzig Mehrkampf-Westfalenrekordler Stefan Maschelski wird nahe der belgischen Grenze die Ahlener Farben vertreten.

Die Chancen für den 15-Jährigen, der Samstag und Sonntag seine ersten "Westdeutschen" erlebt, lassen sich dabei nur schwer abschätzen. Die Meisterschaft, die ab dieser Altersklasse erstmals angeboten werden, ist auch für die Konkurrenz eine Premiere, so dass bisher kein aktueller Vergleich zu den anderen Landesverbänden besteht.

Gleichzeitig steht hinter Maschelskis Form, durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen, einmal mehr ein Fragezeichen. Zwischenzeitlich sollte der Start in Aachen ganz abgesagt werden, nun wird der Schüler, der über die 1000 Meter, den Hürdenlauf und im Hochsprung gemeldet ist, nur auf den Hürdenlauf verzichten.

So richtig nach Plan ist in dieser Saison für Stefan Maschelski eigentlich noch gar nichts gelaufen. Bei den wichtigsten Meisterschaften musste der 15-Jährige passen, auf dem Weg zu deutlichen Steigerungen seiner Bestzeiten warfen ihn Verletzungen aus dem Zeitplan. Das war die Kehrseite. Auf der anderen Seite gelangen dem Mehrkampf-Westfalenrekordler in dieser Saison bereits zahlreiche positive Überraschungen. Mehr oder minder überraschend sprang der Schüler dafür zuletzt im Hochsprung - und damit eigentlich abseits seiner Paradedisziplinen - in die westfälische Spitze und unterstrich damit weiter seine Ambitionen als Mehrkämpfer. Eine konstante Form und endlich einmal eine völlig verletzungsfreie Saison vorausgesetzt.

So lange muss der Athlet im Trikot der LG Ahlen auf dem schmalen Grat zwischen optimalem Trainingsumfang und Schonung der Sorgen bereitenden Schwachstellen weiter laborieren. Auch am kommenden Wochenende. Da will der Mittelstreckenspezialist in Aachen seine Premiere bei Westdeutschen Meisterschaften feiern. Allerdings mit reduziertem Programm. Gemeldet ist Maschelski gleich in drei Disziplinen, aber nachdem sein Start in Aachen lange Zeit grundsätzlich in Frage stand, wird das Nachwuchstalent wohl nur in zwei Disziplinen antreten. Sicher ist sicher. Der chancen- wie risikoreiche Hürdenlauf wird dabei wahrscheinlich auf der Strecke bleiben. Denn Risiko ist derzeit das Letzte, was Maschelski gebrauchen kann.

Bleiben zur Premiere bei den Westdeutschen noch die 1000 Meter und der Hochsprung. Eine eher eigenwillige Kombination zwar, aber nach den Vorleistungen Maschelskis durchaus logisch. Dabei liegen die 2:49,53 Minuten auf der Mittelstrecke noch ein wenig unter Wert. Auf die Gelegenheit zu weiterer Steigerung musste der 15-Jährige verletzungsbedingt bisher verzichten. Entsprechend schwer sind seine Chancen in Aachen einzuschätzen. Auch mit einer Steigerung seines Hausrekordes dürfte seine Rolle eher die des Außenseiters sein. Etwas anders sieht es dagegen im Hochsprung aus. Mit 1,77 Metern gemeldet, darf der Ahlener hier durchaus eine Überraschung zugetraut werden. Überraschungen in anderer Sicht aber nicht ausgeschlossen. Die Premiere für den Leichtathleten aus dem LG-Partnerverein LR ist gleichzeitig auch für die Konkurrenz das erste Aufeinandertreffen auf westdeutscher Ebene und damit gleichzeitig als Standortbestimmung zu sehen.

Und außerdem ist für Maschelski bisher ja kaum etwas nach Plan gelaufen. Aber das muss ja nicht immer negativ enden.

[Meldungen 2002] [Meldungen 2000 und 2001]


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