Pressespiegel
Westfalenmeisterschaften mit über 400 Teilnehmern

Norbert Becker (LG Ahlen) - Foto Sina HorsthemkeChrista Stedtler (TV Neubeckum) - Foto Sina Horsthemke
Norbert Becker und Christa Stedtler - Fotos Sina Horsthemke

Heimvorteil nicht optimal genutzt

Ahlen, 29. Mai 2005 (sih). Norbert Becker von der LG Ahlen, der Veranstaltungsleiter der westfälischen Seniorenmeisterschaften, die am Wochenende im Ahlener Sportpark Nord stattfanden, hatte zwar mit über 600 Teilnehmern gerechnet, die Kampfrichter und Helfer hatten aber auch so alle Hände voll zu tun: Über 400 Senioren-Leichtathleten aus dem ganzen Bundesland kämpften in mehr als 800 Einzelstarts um rund 200 Westfalen-Titel. Noch vor drei Jahren registrierte Hertha Wiese vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW), die auch diesmal zusammen mit Lydia und Eberhard Vollmer vom Kreisleichtathletikausschuss das Wettkampfbüro führte, zur gleichen Veranstaltung am selben Ort 450 Athleten.

Unter den Augen des Ahleners Dieter Massin, Präsident der europäischen Senioren-Leichtathletik-Organisation EVAA, sammelten die zahlreich vertretenen heimischen Leichtathleten in hochsommerlicher Hitze zwar zusammen fünf Titel, die Ahlener machten ihren Heimvorteil aber in diesem Jahr nicht zu Gold: Der Titelverteidiger über 5000 Meter, Markus Nakielski, kam zu spät aus dem Urlaub und trat gar nicht erst an, Klemens Mertens, der im vergangenen Jahr zum Hochsprungtitel sprang, wurde diesmal mit 1,40 übersprungenen Metern Dritter.

Den ältesten Teilnehmer stellte der Recklinghäuser LC mit Fritz Morgenroth. Der Senior des Jahrgangs 1925 wurde mangels Konkurrenz sowohl im Diskuswurf mit starken 30,48 Metern als auch im Speerwurf (28,22 Meter) Westfalenmeister.

Im Frauenrennen über 3000 Meter setzte sich Prominenz durch: Katjana Quest-Altrogge, die deutsche Triathlonmeisterin des Jahres 1992, siegte für die LG Lage Detmold in guten 10:38,42 Minuten. Siegrid Wulsch, vor vierzehn Jahren noch deutsche Marathonmeisterin, beendete das selbe Rennen vorzeitig.

Stedtler, Gorny, Kuhn und Wehner holen Meistertitel

Ahlen (sih). Fünf Titel holten die heimischen Teilnehmer bei den im Ahlener Sportpark Nord ausgetragenen westfälischen Seniorenmeisterschaften.Die Neubeckumerin Christa Stedtler trug erwartungsgemäß zwei Siege bei: Im Weitsprung flog sie mit 3,53 Metern zu Gold, obwohl sie "nur für den Fünfkampf üben" wollte, über 400 Meter siegte sie nach 79,84 Sekunden. "Für mich alte Tante ist das doch nicht schlecht, oder?", war die erfolgreiche Senior-Athletin im Trikot des TV 05 Neubeckum zufrieden. 7,65 Meter im Kugelstoß, 15,94 Sekunden über 100 und 33,10 Sekunden über 200 Meter reichten jeweils zum Vizetitel in der Klasse der Über-Sechzigjährigen. Vor Beginn des Hochsprungwettkampfes stapelte Stedtlers Vereinskollege Siegfried Gorny noch tief, dann wurde er Westfalenmeister: "1,25 Meter muss ich und schaff ich, alles andere ist Zubrot", so der 69-jährige Neubeckumer. "Wir haben ja schon alles erreicht, das hier jetzt Spaß." Mit viel Spaß übersprang Gorny dann 1,27 Meter und siegte souverän. Im Kugelstoß wurde er mit 10,47 Metern Vizemeister, die 16,48 Sekunden über 100 Meter brachten aber nur Rang fünf.

Otto Kuhn (SuS Schalke 96) - Foto Sina HorsthemkeManfred Jendrysek (LG Oelde/Wadersloh) - Foto Sina Horsthemke
Otto Kuhn und Manfred Jendrysek - Fotos Sina Horsthemke
Im Speerwurf steuerte Thomas Wehner von der LG Oelde/Wadersloh mit 52,55 Metern einen sicheren Titel zur positiven Bilanz der heimischen Athleten bei, mit den restlichen Disziplinen war der Münsteraner dafür um so unzufriedener: "Zur Zeit ist der Wurm drin." Im Weitsprung wurde Wehner mit 5,90 Metern zwar noch Dritter, die 1,70 Meter im Hochsprung und die 12,32 Meter im Kugelstoß brachten aber nur Rang fünf, beim Diskuswurf wurde er Sechster.

Der Sendenhorster Otto Kuhn (SuS Schalke 96) siegte mit seiner Staffel über viermal 100 Meter, im Weitsprung und Diskuswurf belegte er die Plätze sechs und acht, der Speerwurfwettbewerb brachte mit 32,52 Metern Rang vier und eine Schulterverletzung. Hier war Manfred Jendrysek (LG Oelde/Wadersloh) besser: Mit 33,26 Metern wurde er Dritter, ebenso wie über 400 Meter. Die 7,60 Meter im Dreisprung reichten für den Vizetitel.

Vizemeister wurden einige Ahlener beim Heimspiel im Sportpark Nord: Norbert Maschelski übersprang mit dem Stab 2,80 Meter, die Sprintstaffel über viermal 100 Meter belegte mit Klemens Mertens, Roger Samorey, Rudi Heising und Veranstaltungsleiter Norbert Becker Rang zwei und Geher Manfred Kreutz verpasste über 1500 Meter überraschend um nur vier Sekunden den Titel. Er kam nach 4:35,16 Minuten ins Ziel, Ralf Gosda, Vorsitzender der ausrichtenden LG Ahlen, wurde nach 5:04,64 Minuten Vierter.

Auf das Konto der LG Oelde/Wadersloh kam durch Daniel Schramm im Hammerwurf (33,9 Meter) ein weiterer Vizetitel, der Ahlener Christian Leifhelm wurde hier mit persönlicher Bestleistung Dritter. Bronze gab es für den Sportkreis noch durch Hubert Hartings im Hammerwurf (LG Ahlen; 26,15 Meter), Klemens Mertens im Hochsprung und Diskuswurf (LG Ahlen; 1,40 Meter, 34,98 Meter), Norbert Becker über 400 Meter (LG Ahlen; 63,72 Sekunden) und Roger Samorey über 200 Meter (LG Ahlen; 26,78 Sekunden).

[Ergebnisse]

[Meldungen 2005] [Startseite]


LG Ahlen Internetdienst
www.lgahlen.de