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Pressespiegel Winter-Citylauf eine runde Sache |
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Sein ganzes Leistungsvermögen musste Brouwer am Freitagabend noch nicht abrufen, aber im Schongang gewann der Langstreckler im Trikot des LC Paderborn die gut besetzte erste Auflage des Ahlener Winter-Citylaufes dann doch nicht. Pascal Hille vom ESV Münster blieb dem Favoriten lange auf den Fersen, erst auf der Schlussrunde konnte sich Brouwer lösen und einem ungefährdeten Sieg entgegenlaufen. Dass er dabei die angestrebte Zeit deutlich verfehlte, lag dann nicht an ihm. Entsprechend gab es auch das ausgeschriebene Preisgeld. Das konnte auch Frauen-Siegerin Katharina Marczok kassieren. Durch die ungewollt lange Strecke, blieb sie zwar erstmals seit der Jugendklasse bei einem Zehner wieder über 40 Minuten, aber das tat ihrer Freude keinen Abbruch: "Das war eine super Veranstaltung, ich komme auf jeden Fall wieder", so die 23-jährige Langstrecklerin vom VfB Fichte Bielefeld. Zuvor hatte es die Studentin auf dem winkligen Kurs durch die Ahlener Innenstadt in 42:31 Minuten allerdings schwerer als erwartet, den Sieg nach Hause zu laufen. Ausgerechnet die Ahlenerin Sina Horsthemke machte bei ihrem Heimspiel einen starken Eindruck und hielt lange den Kontakt nach vorne. Zunächst verfolgte sie die Spitzenreiterin Marczok in Begleitung ihrer Vereinskameradin Rike Meyer, anschließend eilte Horsthemke der Führenden alleine hinterher. Nach 43:01 Minuten kam die für den ESV Münster laufende Ahlenerin schließlich völlig ausgepumpt als Zweite ins Ziel. Das Rennen um Platz drei entschied Meyer im Finale gegen Anja Großkreutz vom USC Bochum für sich. Kreis-Beckum-Cup-Siegerin Antonia Schips vom Ski-Club Beckum wurde Fünfte. Im Rennen der Männer hatte der schnellste heimischen Langstreckler einsam zu kämpfen. Markus Nakielski, in 38:49 Minuten Vierter, musste schon früh ohne Gruppe laufen. Bernd Hoppe und Robert Bange vom LV Oelde konnte sich dagegen gegenseitig antreiben. Sie kamen nach 40:47 und 40:51 Minuten auf die Plätze neun und zehn. Nachwuchsläufer Stefan Maschelski von der LG Ahlen wurde Elfter. Insgesamt gingen allein 257 Aktive im Hauptlauf an den Start. "Damit sind wir hoch zufrieden", sagte Citylauf-Chef Hery Klas. "Der Fehler mit der Strecke war natürlich ärgerlich. Aber das passiert nicht wieder."
Das schnellste Mädchen kam am Freitag aus Hamm. Melanie Kionka vom SCE setzte sich in 9:05 Minuten vor Henrike Gebhard (LG Ahlen, 9:21) und Rebecca Küching (SCE Hamm, 9:44) durch. Trotz später Stunde, die Schüler konnten auf Grund von Protesten einiger Kaufleute im Vorfeld erst um 20 Uhr auf die Strecke geschickt werden, zählte die Organisation 75 Nachwuchsläufer im Ziel. Diese Zahl soll sich allerdings noch steigern lassen, hoffen die Organisatoren, wenn sie wie gewünscht im kommenden Jahr den Schülerstart rund eineinhalb Stunden eher durchführen können. "Wir sind da sehr zuversichtlich", sah Hery Klas, Cheforganisator aus den Reihen des Stadtmarketing da noch am Freitagabend gute Chancen.
Strecke: Citylauf ungewollt mit Verlängerung Ärgerlich: Mathias Schwenke von der LG Ahlen war noch um elf Uhr auf der (richtigen) Strecke unterwegs, um die Kilometermarkierung anzubringen Die Streckenmarkierungen wurden (nach dem offiziellen aber falschen Organisationsplan) allerdings erst wenige Minuten später angebracht. "Sonst wäre ja noch alles aufgefallen", so Schwenke. So war die Strecke bis offiziellen Hälfte der Runde genau 1,2 Kilometer lang, die zweite Hälfte dann wie geplant einen Kilometer. Damit hatten die Langstreckler elf statt zehn Kilometer zurückzulegen. Die meisten Teilnehmer nahmen den Fehler allerdings mit Humor: "Dann können wir im nächsten Jahr auf dieser Strecke zumindest alle schneller laufen", sagte Anja Großkreutz vom USC Bochum, Viertplatzierte im Rennen der Frauen. Die Organisation hatte den Lauf jedoch schon im Vorfeld als einmalig eingestuft und angekündigt, im neuen Jahr eine neue Strecke anzubieten. Dafür hat sich bereits Hilfe angekündigt. Ortwin Roye, Dritter im Rennen der Männer und selbst offizieller Vermesser des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) will im Frühjahr mithelfen, eine neue Zwei-Kilometer-Schleife für den Citylauf auszusuchen.
Stimmen "Das macht echt richtig Spaß." - Martin Masjosthusmann von der LG Burg Wiedenbrück, der als Nikolaus verkleidet an den Start ging und unter den Zuschauern Süßigkeiten verteilte. "Im Moment trainiere ich etwas wenig, da kommt mir der eine Kilometer ganz gelegen. Jetzt kann ich wenigstens mehr in mein Trainingstagebuch eintragen." - Frauen-Siegerin Katharina Marczok zur längeren Strecke. "Glückwunsch zur gelungenen Premiere Eueres Laufes, schade das das mit der Länge der Strecke nicht so geklappt hat." - Dieter Schenzer, Chef des Laufteams der LG Deiringsen. "Was habt ihr mit uns gemacht?" - Männer-Sieger Philipp Brouwer, nachdem er elf statt zehn Kilometer laufen musste. "Bei gleichem Tempo bin ich den zweiten Kilometer gleich eine Minute schneller gelaufen als den ersten." - Katharina Theismann von der LG Ahlen machte bei zwei ungleichen Streckenhälften ganz neue Erfahrungen.
Stefan Schwenke von der LG Ahlen bat bei der Siegerehrung im Kettelerhaus um Verständnis für den Übertragungsfehler, der den Rundkurs um 200 Meter verlängert hatte. "Die Strecke hatte zu viele Ecken und Kanten, wir werden sie wesentlich schöner gestalten", versprach er den Sportlerinnen und Sportlern für das nächste Jahr. Pünktlich um 20 Uhr hatte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller mit Sparkassen-Direktor Dr. Peter Lucke den Startschuss für die Schüler gegeben, dann folgten die Promis, ebenfalls über eine Strecke von zwei Kilometern und der Straßenlauf über zehn Kilometer. Die Organisation klappte hervorragend, auch die elektronische Zeitmessung per Chip am Fuß war eine große Hilfe für die engagierten Einsatzkräfte der Leichtathletikgemeinschaft Ahlen und der heimischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Bei klirrender Kälte hatten sich mehrere hundert Besucher an der Start- und Zielstrecke am Markt und dem abgetrennten Rundkurs in der Stadtmitte versammelt, um die Läufer anzufeuern. Leider fehlten entsprechende Essens-und Getränkestände zum Aufwärmen der Besucher, die auch von außerhalb angereist waren. Zufrieden waren die Händler in der Innenstadt, die ihre Laden-Öffnungszeiten bis 20 Uhr verlängert hatten. Ernst Koenen vom Modehaus Beumer zählte viele Kunden, und auch Rinus Rovers vom Studio am Markt freute sich über viele Weihnachtseinkäufer. Mit einem Teddybären versüßten die Geschäftsleute den Einkauf nach 18.30 Uhr. "Der Lauf sollte zu einem Stadtevent und weiterhin gefördert werden", wünscht sich Beumer-Chef Ernst Koenen eine Neuauflage. Der steht nach Auskunft des Organisationsteams im nächsten Jahr nichts mehr im Wege. Angelika Knöpker, Ahlener Tageblatt. Fotos: Markus Nieländer. |
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LG Ahlen Internetdienst www.lgahlen.de |
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