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Pressemeldungen Senioren-Werfer-Mehrkampfmeisterschaften 2004 im Sportpark Nord |
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Gast mit Weltrekord - Wehner und Leifhelm enttäuscht
Fast 200 Punkte fehlten nach fünf Wurfdisziplinen auch Thomas Wehner von der LG Oelde/Wadersloh (Foto links). Aber nicht zum Titel, sondern zu seinem persönlichen Ziel, den 2500 Zählern im Werfer-Fünfkampf. "Ich bin sehr, sehr unzufrieden, und das ist noch bescheiden ausgedrückt", so der 34-Jährige. Nach langwieriger Verletzung, die noch nicht ganz ausgeheilt ist, musste Wehner das Training stark zurückschrauben und dass er im Hammer- und Gewichtwurf ohne großartiges Techniktraining "Abstriche machen" musste, ahnte er bereits im Vorfeld. Aber "so katastrophal hätte ich es nicht erwartet". Selbst im Speerwurf, eigentlich seiner stärksten Disziplin, kam er nur auf 50,30 Meter, die aber immerhin für die Tagesbestweite sorgten.
Zwei Plätze dahinter rangierte dauerhaft der Ahlener Christian Leifhelm, der seine schlechte Tagesform immerhin mit ein wenig Humor nahm: Das Gewicht fand er "schwer, aber spaßig" und bei den anderen vier Disziplinen war für den Stabhochsprungspezialisten "auch nicht viel zu holen". Die 21,59 Meter im Hammerwurf waren zwar "gar nicht mal schlecht", dafür enttäuschten aber die 8,56 Meter im Kugelstoß umso mehr. Die konnte sich Leifhelm aber genauso wenig erklären, wie die 25,63 Meter im Speerwurf: "Da haben schlichtweg zehn Meter gefehlt." Den Diskus brachte der 32-Jährige zwar noch auf 20,56 Meter, große Probleme hatte er dann aber mit dem Gewicht, das ihm, wie Wehner, bis dahin unbekannt war. "Aber was will ich auch erwarten, wenn ich nicht genug trainiert habe", so Leifhelm zu den 1404 Zählern, die ihm Rang acht brachten. Bei den erst zum zweiten Mal in Deutschland ausgetragenen Meisterschaften dieser Art waren in Ahlen knapp 150 Teilnehmer am Start. Die drei anderen heimischen Athleten, Hans-Jürgen Zänger, Klemens Mertens und Hubert Hartings, mussten erst am Sonntag in den Werferkäfig. Hartings Probleme mit Gewichtswurf Ahlen, 5. September 2004 (mts). "Das Gewicht macht mit dir, was es will", stellte Hubert Hartings
fest. Nur auf 10,58 Meter schleuderte Kugelstoß-Spezialist der LG Ahlen (Foto unten rechts) das elfeinhalb Kilogramm schwere Ungetüm im Gewichtswurf der
Über-Fünfzigjährigen, Hartings fiel damit am Sonntagabend bei den Deutschen Senioren-Werfer-Mehrkampfmeisterschaften im Ahlener Sportpark Nord (wir berichteten) noch auf Rang
elf seiner Altersklasse zurück.
Jan Voigt, Sieger der Altersklasse M50, warf das Gewicht immerhin sechs Meter weiter als Hartings, und auch Klemens Mertens aus den Reihen der Zehnkämpfer der LG Ahlen kam besser mit dem Wurfgerät zurecht: Mit 11,41 Metern konnte sich Mertens im abschließenden Gewichtwurf noch auf Rang neun und an Hartings vorbeischieben. Das Gewichtwerfen zählt nicht zu den üblichen Disziplinen der Leichtathletik und wird ausschließlich im Rahmen des noch jungen Werfer-Mehrkampfs aus Hammerwurf, Kugelstoßen, Diskus-, Speer- und eben Gewichtswurf in das Leichtathletik-Programm aufgenommen. "Wir haben deshalb auch keine eigenen Gewichte und hatten keine Möglichkeit, das vorher mal zu trainieren", so Mertens. Zum Ausprobieren blieben den Ahlenern so nur die beiden Probeversuche vor dem Wettbewerb, um eventuell die Hammerwurftechnik auf das erheblich schwerere Wurfgerät zu übertragen. "Der Hammerwurf (27,72 Meter) war okay, das Kugelstoßen lief mit 12,44 Metern sehr gut, aber der Diskuswurf ging voll in die Hose: Ich habe meine ersten beiden Würfe aus dem Sektor geworfen", zog Hartings eine ernüchterte Bilanz. Um überhaupt ein Ergebnis zu erzielen, ging er beim dritten Versuch kein Risiko mehr ein und warf für ihn eher bescheidene 27,38 Meter. Zufriedener zeigte sich Klemens Mertens mit seinem Abschneiden: "Ich wollte unter die ersten Zehn kommen, dieses Ziel habe ich erreicht. Klar, ich hätte den Speer noch fünf Meter weiter werfen müssen, und das Kugelstoßen war auch nicht optimal, aber sonst war es gut." Der Meinung war auch Hans-Jürgen Zänger, der Athlet im Trikot der LG Oelde/Wadersloh platzierte sich im nicht ganz so stark besetzten Teilnehmerfeld der M40 sogar auf Rang fünf. "Der Hammerwurf (24,64 Meter) war im Rahmen der Möglichkeiten, der Speerwurf (32,57 Meter) in Ordnung, und die Kugel habe ich schon lange nicht mehr so weite gestoßen (10,26 Meter). Nur mein weitester Diskuswurf war leider ungültig." Die fünfte Disziplin war allerdings für Zänger genauso neu wie für Hartings und Mertens. "Ich bin einfach froh, den Gewichtswurf unbeschadet überstanden zu haben", so Zänger, der hier auf 7,34 Meter kam. |
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LG Ahlen Internetdienst www.lgahlen.de |
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