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Sportfest zur Wiedereröffnung des Sportparks Nord

LG-Sportfest zur Sportpark-Wiedereröffnung

Stefan Maschelski führt das Feld über 1500 Meter an - Foto Stefan Schwenke Ahlen, 25. Mai 2004 (sts). Sven Becker, Zehnkämpfer der LG Ahlen, war sichtlich beeindruckt, als er am Dienstagabend im Sportpark Nord ankam. "Sind die alle von uns", fragte der 24-jährige Leichtathlet angesichts einereindrucksvollen Kulisse in rot-weiß zur Neueröffnung des Ahlener Stadions nach der dringend notwendigen Reparatur der Laufbahn. Das Bild, welches über 120 Nachwuchsathleten der LG Ahlen am Dienstagabend in "ihrem" Stadion zeigten, beeindruckte allerdings nicht nur Becker. "Ich habe vor einigen Jahren mal als Vision genannt, dass wir mit 50 Aktiven bei den Kreismeisterschaften antreten wollen", erinnert sich Ralf Gosda. "Es ist unglaublich, was sich seitdem getan hat. Das gesamte Team um unsere Übungsleiter macht eine hervorragende Arbeit, bald haben wir schon fast logistische Probleme", freute sich der Vorsitzende der LG, der am Dienstag auch das Leichtathletik-Sportfest im Ahlener Norden koordinierte.

Froh war Gosda auch über die Botschaft von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, der am Dienstag ebenfalls ins Stadion gekommen war. "Das Stadion wird den Leichtathleten erhalten bleiben", versprach Ruhmöller. "Aber hin und wieder werden sie es auch teilen müssen", so der Bürgermeister. "Damit können wir leben", sagte Gosda. "Das Stadion gehört uns schließlich nicht." Nachdem Ahlens Mehrkampfarena allein in diesem Jahr in den Sommermonaten vier Wochen Start - Foto Stefan Schwenkefür verschiedene nichtsportliche Veranstaltungen gesperrt ist, hatte sich angesichts von Ankündigungen, das Gelände weiter als Event-Arena auszubauen, aus den Reihen der LG Protest gemeldet. Gosda ist jedoch zuversichtlich, dass man in Zukunft für alle verträgliche Lösungen findet. "Heute haben wir auf jeden Fall klar gemacht, dass wir da sind", freute er sich über die tolle Kulisse.

Lob gab es vom LG-Chef auch für die Sanierungsarbeiten. "Jetzt haben die Anlaufbereiche für den Hoch- und Weitsprung endlich wieder richtig Griff", stellte 42-jährige. Gleichzeitig brachte er jedoch bereits seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es sich nicht um die letzten Arbeiten im Stadion gehandelt habe. "Wenn man sich umschaut wird schnell klar, dass das Stadion auch weiter dringend sanierungsbedürftig ist", so Gosda. Die nächsten Einsatz in diesem Zusammenhang werden die Aktiven der LG Ahlen selbst vornehmen. Am 14. Juli werden die Leichtathleten in einer Großaktion die gesamte Regenablaufrinne entlang der Innenbahn reinigen und rund 400 Fugen abdichten, um das fortschreitende Eindringen von Wasser in den Untergrund der Laufbahn auf Dauer zu verhindern.

Sportlicher Höhepunkt des Wettkampfabends mit 132 Teilnehmern und 225 Starts war der auch extern ausgeschriebene Qualifikationswettkampf über die 1500 Meter, zu dem trotz äußerst kurzfristiger Ansetzung mehr als 20 Aktive an den Start gingen. Sieger wurde hier Stefan Maschelski von der LG Ahlen, der nach 4:19,8 Minuten mit seinem Debüt auf der neuen Bahn aber noch nicht wirklich zufrieden war.

1500 Meter: Siege für Maschelski und Sicke

Niklas Groß, Jakob Breer, Sina Horsthemke, Daniel Drepper, Markus Kreickmann und Larissa Sicke über 1500 Meter - Foto Stefan Schwenke Ahlen, 25. Mai 2004 (sts). Mit dieser Resonanz waren die Verantwortlichen selbst überrascht: Obwohl die 1500 Meter als Qualifikationslauf erst vor knapp zehn Tagen in das Programm der Wiedereröffnung des Ahlener Stadions aufgenommen worden waren und die Zeit für Werbung entsprechend knapp war, ging am Dienstag ein Feld von 22 Aktiven aus sieben Vereinen über die 1500 Meter auf die Jagd nach Best- und Normzeiten. "Der Wettkampf passte mir hervorragend in den Plan. Nach dieser Zeit melde ich jetzt auch für die Westfalenmeisterschaften", kündigte Josef Hagemann vom FC Nordkirchen, einer von Deutschlands schnellsten Seniorenläufern, nach dem Wettkampf in Ahlen freudestrahlend an.

Der schnellste Läufer auf der neuen Bahn war jedoch mit seiner Zeit weniger zufrieden. Mit 4:19,8 Minuten blieb Stefan Maschelski von der LG Ahlen ein wenig hinter dem Zeitplan. "Macht aber nichts, am Freitag laufe ich die Strecke in Kamen sowieso nochmals", blieb der 17-Jährige aber noch gelassen. In Kamen wird er morgen dabei auch erneut auf Dominik Wagner treffen. Mit starken 4:28,2 Sekunden lief der Nachwuchsläufer aus den Reihen des LV Oelde Bestzeit und unterbot die Norm für die Westfalenmeisterschaften sicher. Jannik Elischer von der LG Ahlen holte sich in 4:40,7 Minuten noch die B-Norm. Markus Kreickmann von der LG Ahlen kam als Zweitplatzierter der Männer auf 4:41,8 Minuten, sein Vereinskamerad Daniel Drepper musste sich als Sieger der A-Jugend dagegen mit mäßigen 4:49,0 Minuten begnügen. In der Schülerklasse war Niklas Groß mit 4:49,8 Minuten nicht zu schlagen.

Im Rennen der Frauen hatten die Exil-Ahlenerinnen die Nase vorn. Während die inzwischen für die LG Hamm startende Larissa Sicke dabei mit 4:48,0 Minuten ein überzeugendes Rennen ablieferte und aus dem Mund von Trainer Roland Grewatta ("für den Moment ganz okay") zumindest ein vorsichtiges Lob kassierte, blieb die seit dieser Saison für den ESV Münster laufende Sina Horsthemke in 4:57,4 Minuten unter ihren Möglichkeiten. "Das war wohl nichts", so die 23-Jährige selbstkritisch. Besser lief es dagegen für die 17-jährige Katharina Theismann. Als schnellste Läuferin der LG Ahlen verbesserte sie erneut eine ihrer Bestzeiten und kam in 5:18,5 Minuten ins Ziel.

DLV-Ehrennadeln für Elischer und Austermann

Lennart Elischer und Barbara Austermann erhalten die DLV-Ehrennadel von Ralf Gosda - Foto Stefan Schwenke Ahlen, 25. Mai 2004 (sts). Ehrennadeln des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) gab es am Dienstagabend für gleich für zwei Aktive der LG Ahlen. Barbara Austermann und Lennart Elischer wurden damit im Rahmen der Wiedereröffnung des Ahlener Stadions (siehe Bericht an anderer Stelle) für ihre herausragenden Leistungen der vergangenen Saison ausgezeichnet. Austermann erhielt die Nadel, die der DLV für Top-Platzierungen in der Deutschen Bestenliste vergibt, für so Gosda "übermenschliche Leistungen" auf der Langstrecke. Austermann hatte in 10:06:48 Stunden über die 100 Kilometer die Zehn-Stunden-Grenze nur knapp verpasst. Der 15-jährige Nachwuchsläufer Elischer wurde für seine auch im nationalen Vergleich herausragende 5000-Meter-Zeit von 18:56 Minuten ausgezeichnet. "Ich bin mir sicher, dass wir von Dir noch einiges hören werden", sagte Gosda. Neben den Nadeln gab es aus den Händen des LG-Vorsitzenden am Dienstag im Ahlener Stadion noch Buchgeschenke für Austermann und Elischer. [Ergebnisse] [Initiative Sanierung Sportpark Nord] [Meldungen 2004] [Startseite]


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