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Sportfest Kamen

Überzeugender Wettkampf in Kamen: Horsthemke läuft trotz Angst zur Bestzeit

Sina Horsthemke (ESV Münster) - Foto Stefan Schwenke Kamen, 28. Mai 2004 (sts). Für die heimischen Leichtathleten gab es am Freitag in Kamen schon vorzeitig Feiertagsstimmung. Mit Bestzeiten starteten sie bei Sonnenschein erfolgreich in das Pfingstwochenende und bestätigten damit rechtzeitig vor den Landesmeisterschaften ihre Top-Form.Der größte Sprung gelang dabei der inzwischen für den ESV Münster laufenden Ahlenerin Sina Horsthemke. In einem mutigen Lauf drückte die 23-Jährige ihre alte Bestzeit über die 3000 Meter um knapp 21 Sekunden auf 10:21,94 Minuten. Ein Schritt, der allerdings lange überfällig war. Horsthemkes alter Hausrekord war noch aus dem Jahr 2001. "Eigentlich sollte ich auf 10:30 angehen und hatte davor schon Angst. Zumal die 1500 in Ahlen auch nicht so toll waren", sagte Horsthemke nach dem Rennen. Auf dem ersten Kilometer profitierte Horsthemke von der Tempoarbeit ihrer Konkurrentin Anja Großkreutz. "Axel hat gesagt, ich soll da mitgehen. Also hab' ich das gemacht", so Horsthemke. Und die Rechnung von Trainer Axel Bredelow ging auf und die Ahlenerin lief die inzwischen fünfte Bestzeit in diesem Jahr und tankte neues Selbstvertrauen: "Jetzt will ich jetzt die 5000 Meter unter 18 Minuten laufen."
Stark verbessert präsentierten sich auch die heimischen Läuferinnen über die 800 Meter. Bettina Bittner vom LV Oelde drückte ihren Hausrekord über die zwei Runden in Kamen auf 2:25,70 Minuten, Katharina Theismann von der LG Ahlen bestätigte ihre Staffelzeit von Oelde und lag mit 2:30,82 Minuten im Ziel gleich sieben Sekunden unter ihrer alten Bestmarke. In ihrem Windschatten verbesserte sich auch LG-Mittelstrecklerin Jana Alteheld. Mit 2:34,64 Minuten setzte sie sich bei den A-Schülerinnen durch. Uschi Rammert vom LV Oelde lief 2:49,48 Minuten.
Auf der Männer-Mittelstrecke gab es im Kamener Sonnenschein neben neuen Lichtblicken auch Schatten. Während sich Dominik Wagner vom LV Oelde nach 4:28,2 Minuten noch drei Tage zuvor in Ahlen in einem taktisch hervorragend eingeteilten Rennen auf 4:26,14 Minuten steigerte, blieb der Ahlener Stefan Maschelski erneut unter seinen Möglichkeiten. "Bis 1200 Meter hat die Luft gereicht, bis dahin war es ein gutes Rennen", kommentierte der 17-Jährige. Danach verlor er allerdings noch reichlich Zeit. Seine 4:21,74 Minuten will er daher entsprechend schnell abhaken.
Nicht ganz zufrieden war auch der derzeit schnellste heimische Sprinter. Matthias Hendricks vom SV Westfalen Liesborn belegte sowohl über 100 als auch über 200 Meter Rang drei. Das große Glück konnten ihm aber weder 11,18 noch 22,80 Sekunden entlocken. Jedenfalls strahlten Horsthemke, Theismann und Alteheld deutlich zufriedener.

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