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Westdeutsche Meisterschaften

Stark auf der Lieblingsstrecke: Lari Sicke meldet sich zurück

Bochum-Wattenscheid (sih). "Das hätte ich ihr nicht zugetraut" - Miriam Friedrich, die zwei Ahlener Athletinnen am Wochenende zur Westdeutschen Meisterschaft der Leichtathleten nach Bochum-Wattenscheid begleitete, war schlicht sprachlos. Denn mit dem, was Larissa Sicke im Lohrheidestadion über ihre Lieblingsstrecke lieferte, hatte eigentlich niemand gerechnet. Eine Woche zuvor noch über 100 und 200 Meter bei den Ahlener Kreismeisterschaften am Start und in Kamen mit 2:18 Minuten über 800 Meter gute Form bewiesen, erwies sich die 20-Jährige am Sonntag rechtzeitig fit.
Larissa SickeMit starken 2:16,94 Minuten verpasste die Studentin die angepeilte Quali für die Deutsche Meisterschaft zwar nur äußerst knapp, zeigte sich aber mit Platz neun in Westdeutschland mehr als zufrieden. "Sie ist endlich mal wieder total mutig gelaufen³, so der Kommentar von Friedrich. Nachdem Ahlens Mittelstreckenspezialistin die letzten Rennen über die zwei Stadionrunden in den vergangenen Wochen immer wieder mit enttäuschenden Zeiten verlassen hat, hielt sie sich jetzt entschlossen im Mittelfeld, konnte das schnelle Tempo auch auf der letzten Runde halten und lief mit 2:16,94 Minuten nur knapp an der eigenen Bestzeit vorbei, an die noch vor wenigen Wochen nicht zu denken gewesen wäre.
Der erste Freiluftwettkampf der Saison war die Meisterschaft für Mehrkämpferin Amna Beheiri. Die angehende Studentin lief im Vorlauf über 100 Meter Hürden mit 16,53 Sekunden auf den sechsten Rang. Auch wenn Beheiri mit der Zeit weniger zufrieden war, Trainerin Miriam Friedrich war das um so mehr.
Etwas enttäuschend waren nur die 1,50 Meter im Hochsprung, die hauptsächlich unter dem zu zaghaften Anlauf zu leiden hatten, da waren sich Athletin und Betreuerin dann doch einig. Mit zehn Zentimetern mehr hatte man gerechnet, die Sprungkraft dazu sei da, hieß es. "Aber³, so Trainerin Miriam Friedrich, "nach zwei Wochen Trainingspause, Rücken- und Oberschenkelproblemen, Abistress und Grippe ist das meiner Meinung nach durchaus im Rahmen. Dritter im Bunde der heimischen Leichtathleten war Carsten Gundlach. Der 26-Jährige im Trikot des TV Beckum verpasste im Speerwurf um nur drei Zentimeter eine Platzierung unter den Top-Ten aus Westdeutschland und wurde mit 53,90 Meter Elfter.

[Meldungen 2002] [Meldungen 2000 und 2001]


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