30,6 Kilometer: Schlamm und Dauerregen in Gedenken an Hermann
Bielefeld, 28. April 2002, (sih). Dauerregen, kalter Wind und knöcheltiefer Schlamm im Teutoburger Wald die äußeren Bedingungen beim 31. Hermannslauf vom
Hermannsdenkmal zur Sparrenburg waren alles andere als optimal. Dennoch trotzten 19 heimische Athleten dem miesen Aprilwetter und brachten die 30,6 Kilometer in bergigem Gelände
hinter sich.Während Anne Schwenke und Kai-Uwe Krause im Feld der Wanderer die Farben der Wersestadt in Ostwestfalen vertraten, erreichten 16 heimische Langstreckler im Lauftempo das
Ziel in Bielefeld.
Im Sekundentakt überquerten dabei Alwin Schlesiger und Manfred Kreutz nach 2:10:30 und 2:10:31 Stunden die Ziellinie. Nachdem Kreutz vom Start am Hermannsdenkmal bis gut einen
Kilometer vor Schluss zwischenzeitlich weit außer Sichtweite war, behielt Schlesiger im Endspurt knapp die Oberhand. Der Walstedder bereitet sich zur Zeit auf die 100 Kilometer von
Biel vor und nahm den Hermannslauf mit in sein Vorbereitungsprogramm. Kreutz drückte trotz zuvor angezweifelter Trainingsform seine Bestzeit aus dem vergangenen Jahr nochmal um
starke zehn Minuten.
Drittschnellster Ahlener war ein überraschter Mirko Skrobanek. Der ASC-Triathlet sah sich nach zehn Kilometern deutlich unter der angepeilten Zeit, zog wildentschlossen für den
Rest der Strecke das Tempo an und wunderte sich selbst am meisten über die hervorragende Endzeit von 2:17:54 Stunden.
Ebenfalls für Biel trainieren Barbara Kläsener, Thomas Fischer und Mario Luther, der die letzten drei Kilometer gemeinsam mit Sina Horsthemke zurücklegte. Nachdem jeder die
30,6 Kilometer im Alleingang hinter sich gebracht hatte, traf sich das Delta-Studio-Trio kurz vor dem Ziel nach 2:34:25, 2:34:28 und 2:34:34 Stunden wieder. "Wenn wir uns nach Biel auch
so fühlen, dann ist alles in Ordnung", so Kläsener. Ihr Hermanns-Debüt erledigte Sina Horsthemke in 2:31:38 Stunden als 25. Frau gesamt und Achte in der Hauptklasse.
Ebenfalls zum ersten Mal gingen Hermann Schomacher und Hendrik Andela im Teutoburger Wald an den Start. "Einfach kalt", so der Kommentar von Schomacher, der nach 2:47:45 Stunden
durchgefroren das Ziel erreichte, dicht gefolgt von Ralf Menke, der mit 2:49:07 Stunden registriert wurde. Hendrik Andela vom Tennis-Club Blau Weiß lieferte problemlos ordentliche
2:37:20 Stunden und ärgerte sich im Ziel über zuviel vorzeitigen Respekt vor der Strecke.
Unter der Drei-Stunden-Grenze blieb Eckhard Wittenbrink. Der Routinier erledigte den Hermann nach 2:59:52 Stunden trotz des schlechten Wetters solide.
Kein Sonnenschein zum Geburtstag, dafür aber im Ziel Kuchen vom Team des Delta-Studios für den vollendeten Hermann und das vollendete Lebensjahr gab es für Gertrud Brummel.
Für sie war der Hermannslauf nach ihrem ersten Marathon im Herbst der zweite Lauf vergleichbarer Distanz. Mit 3:11:59 Stunden erledigte die mehrfache Mutter an ihrem Geburtstag die
30,6 Kilometer jedoch souverän.
Alfons Jungmann und Manfred Lipinski vom FC Tönnishäuschen wurden nach 2:55:25 und 3:22:18 Stunden vom Publikum an der Sparrenburg empfangen, Thomas Klingauf und Rudolf Berghoff
vom Tria Ahlen-Heessen liefen mit 2:27:40 und 2:25:36 Stunden noch unter die ersten 600 von über 6000 Läufern. Einzig Andreas Magera gab sich am Sonntag dem Hermann geschlagen.
Nur einen Kilometer vor dem Ziel musste der 19-Jährige, der den Lauf im vergangenen Jahr bereits erfolgreich meisterte, mit Kreislaufproblemen aufgeben.
[Meldungen 2002] [Meldungen 2000 und 2001]
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