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Porta Westfalica/Kleinbremen, 24. Februar 2002, (sih).
Was bringt ein starker Motor, wenn die
Sommerreifen bei schlechter Witterung ins Rutschen kommen? Manfred Kreutz
hatte bei den Westfälischen Crossmeisterschaften in Kleinenbremen über sieben
schwere Kilometer Zeit, darüber nachzudenken. Nicht über die Winterreifen der
Familienkutsche, sondern über sein Schuhwerk - das im tiefen Schlamm kaum
hilfreich war. Aber wer Kreutz heißt, beißt sich durch. Für die weite Anfahrt,
den verplanten Sonntag, für die Ehre. Und für die Mannschaft. Denn die konnte
sich angeführt von einem bestens aufgelegten Markus Nakielski auf dem vierten
Platz behaupten.
Während es Kreutz ohne Spikes nach dem Startschuss hauptsächlich ums
sturzfreie Durchkommen ging, ließ sich Nakielski von Konkurrenz und Geläuf
gar nicht erst beeindrucken und lief von Beginn an in der Spitzengruppe mit.
Kurz vor Schluss musste er lediglich einem Konkurrenten den Vortritt lassen
und legte nach 7,6 Kilometern und 27:51 Minuten selbst überrascht über die
eigene Silber-Leistung den Grundstein zum Mannschaftserfolg.
Dritter im Bunde, und das ganze Rennen über hartnäckig im Mittelfeld
unterwegs, war Alwin Schlesiger. Der schnellste Walstedder Tischlermeister
beendete das Schlammbad nach 29:20 Minuten auf Platz zehn. Kreutz kam heile
durch und komplettierte knapp dahinter nach 30:46 Minuten solide.
Für die zweitbeste Ahlener Einzelplatzierung sorgte Stefan Maschelski, der
nach 8:04 Minuten über 2,3 Kilometer aufs Treppchen und zu Bronze lief, um
anschließend noch in Beckum bei den Schülermeisterschaften anzutreten
(Bericht folgt). Zufrieden war Trainer Norbert Maschelski auch mit der
Premiere seiner Mädels. Anke Weißen, Meike Röhrkuhl und Katharina Theismann
belegten bei ihrer ersten Meisterschaft auf Westfalenebene gemeinsam Platz
sechs.
Gewisse Mittelstreckler-Vorteile kamen über die kürzere Distanz von 2,7
Kilometern nach 11:53 Minuten Larissa Sicke zugute. Erst auf der
abschließenden Stadionrunde holte die Studentin ihr Endspurt-As aus dem Ärmel
und lief nach ordentlicher Leistung im Gelände vom fünften auf den vierten
Rang.
Eher enttäuschend endete das Rennen von Sina Horsthemke auf der Langstrecke
über knapp sechs Kilometer. Die 21-jährige Studentin im Trainingsrückstand,
die vor drei Jahren im Cross noch den Einzel-Titel holte, beendete den
Wettkampf in diesem Jahr nur auf Platz fünf – trotz Spikes.
An die aber vielleicht Manfred Kreutz beim nächsten Geländelauf denkt, bevor
die Sommerreifen wieder zum Einsatz kommen.
[Meldungen 2002] [Meldungen 2000 und 2001]
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